Musée d'Orsay: Ferdinand Hodler (1853-1918)

Ferdinand Hodler (1853-1918)

ARCHIV
2007

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Hodler und die Landschaft

Ferdinand HodlerDer Eiger, der Mönch und die Jungfrau bei Mondschein© Institut suisse pour l'étude de l'art, Zurich
Hodlers Landschaften verherrlichen eine unberührte Schweizer Landschaft. Der Maler stellte vor allem die Schweizer Landschaften dar: berühmte und gefürchtete Berge wie der Eiger, der Mönch und die Jungfrau, Seen wie der Thunsee und der Genfer See, sowie Bäume, Felsen, Felsgeröll, Gebirgsbäche im Unterholz und Gletscher.

Seit seiner Jugend schwärmt Hodler für die „Substanz der Natur“, er geht regelmäßig hinaus, um den Ort genau zu studieren, anschließend malt er die Landschaften im Atelier unter Verwendung der topografischen Angaben. Aufgrund seiner formalen Stilisierung gehört er zu den bedeutendsten Landschaftsmalern schlechthin.

Ferdinand HodlerDer Thunersee© Institut suisse pour l'étude de l'art, Zurich
Für Hodler besitzt die Landschaftsmalerei eine philosophische Dimension. Er muss die Gesetze der Natur und der Welt sichtbar machen, die der Maler vor Ort ausführlich studiert hat. Diese Ordnung, die auf dem „Parallelismus“, der Wiederholung und Symmetrie beruht, ist insbesondere in Motiven wie den Spiegelungen auf dem Wasser, die eine doppelte axiale, horizontale und vertikale Symmetrie ermöglichen, wahrnehmbar.

Ferdinand HodlerDer Genfer See bei Sonnenuntergang© Institut suisse pour l'étude de l'art, Zurich
Der Künstler ist der Ansicht, dass die Landschaftsmalerei „uns eine vergrößerte, vereinfachte Ansicht der Natur, bar jeglicher unwichtiger Details, bietet [n]“ muss. Hodler verzichtet auf Nebensächliches, auf Farb- und Luftperspektive. Seine Bilder bestechen durch ihre Monumentalität, die in den letzten Ansichten des Genfer Sees, die schon die Abstraktion ahnen lassen, ihren Höhepunkt erreicht.

Die Zurschaustellung der natürlichen Ordnung soll der Empfindung angesichts der Herrlichkeit der Natur, die Hodler als Inspirationsquelle dient, Ausdruck verleihen. Die Natur ist dem Künstler ein Spiegel, der sowohl die kosmische Harmonie mit der Welt als auch die Einsamkeit ausdrückt.
Helmut FederleNothing inside© ADAGP, Paris © DR
Um einen Dialog zwischen dem Werk Hodlers und der Gegenwartskunst herzustellen, werden vier Werke von Helmut Federle, einem Künstler, der stark von Hodler beeinflusst wurde, als Kontrapunkt zu Hodlers Alpenlandschaften präsentiert.

 


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