Musée d'Orsay: Toulouse-Lautrec

Toulouse-Lautrec

Henri de Toulouse-Lautrec (1864-1901) 
 Panneau pour la baraque de la Goulue, à la Foire du Trône à Paris [Tafel für den Stand von la Goulue auf der Foire du Trône in Paris]
 1895
 Öl auf Leinwand
 H. 298; B. 316 cm
 Paris, Musée d'Orsay
Henri de Toulouse-LautrecTafel für den Stand von la Goulue auf der Foire du Trône in Paris© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / DR
Zu den 28 Gemälden aus den Sammlungen des Musée Toulouse-Lautrec in Albi, der Geburtsstadt des Malers, kommen zahlreiche Leihgaben aus Privatsammlungen sowie aus europäischen, russischen und amerikanischen Museen hinzu. Im Grand Palais werden auch fünf großformatige Gemälde präsentiert, die zu den ehrgeizigsten Realisationen des Künstlers gehören: Im Salon der Straße der Moulins aus dem Museum von Albi, Im Zirkus Fernando: die Kunstreiterin, Auf dem Bal des Moulin de la Galette, Im Moulin Rouge aus dem Art Institute of Chicago und Im Moulin Rouge. Der Tanz aus dem Museum von Philadelphia. Rund 200 Werke, darunter 80 Gemälde, 50 Lithografien, zahlreiche Zeichnungen sowie rund 10 Plakate und einige kaum bekannte Kunstgegenstände illustrierten die vielfältigen Techniken, die der Maler beherrscht. Die letzte Retrospektive in Frankreich fand 1964 statt.

Toulouse-Lautrec (1864-1901) stammte aus einer Adelsfamilie. Der Künstler war von seiner körperlichen Missbildung gekennzeichnet und bewältigte seine schmerzliche Verfassung, indem er seine künstlerische Begabung unermüdlich nutzte und somit eine Familientradition fortsetzte. Schon in jungen Jahren war man auf sein Talent aufmerksam geworden. Der Maler ist von dem Nachtleben – von der Oper zum Variété und zu Freudenhäusern – fasziniert, er frequentiert die Bohème und die Halbwelt von Montmartre. Sein Blick auf das Milieu bleibt menschlich und ohne Nachsicht, frei von jeglichem moralischen oder sozialen Urteil.

Seine Zeichnung ist präzise, er erfasst rasch die Silhouetten der großen Pariser Stars – Jane Avril, Loïe Fuller, Aristide Bruant...-, erforscht ihre Psychologie; sein kühnes Layout prägt die Plakatkunst und die Illustration, sowie das Kunstgewerbe, das zur Entwicklung der Art Nouveau beiträgt. Um die Jahrhundertwende gehört Toulouse-Lautrec zu den bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten Frankreichs.

Die Ausstellung präsentiert in einem chronologisch- thematischen Rundgang das vielseitige malerische und grafische Werk.

Ausstellungsleitung

Claire Frèches-Thory, Chefkonservatorin im Musée d'Orsay, Anne Roquebert, Konservatorin im Musée d'Orsay und Richard Thompson, Professor für Kunstgeschichte an der Universität von Edinburgh

Die Ausstellung wurde vom 10. Oktober 1991 bis 19. Januar 1992 in der Hayward Gallery (London) präsentiert

Diese Ausstellung wurde mit der Unterstützung des South Bank Center und von Ferruzi-Beghin-Say organisiert

22 Februar - 1 Juni 1992

Paris, Galeries Nationales du Grand Palais


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