Musée d'Orsay: Das Kunstwerk und seine fotografische Reproduktion

Das Kunstwerk und seine fotografische Reproduktion

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Heliogravüre
Joseph Nicéphore Niepce„Der Kardinal von Amboise”, Stich von Isaac Briot© Musée d'Orsay, dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt
Die bildliche Reproduktion von Kunstwerken wird seit Bekanntmachung von Daguerres Erfindung als ein vorrangiges Sujet der Fotografie betrachtet. Selbst ihre Gegner loben die Genauigkeit des neuen Mediums.

Die Reproduktion von Kunstwerken stellte für die ersten Fotografen eine große künstlerische Herausforderung dar. Das galt vor allem für Drucke. Henri Zerner hat jüngst darauf hingewiesen, dass sich vor allem in diesem Bereich die Zukunft der Kunstfotografie abspielte. Anhand der treuen Kopie eines Gemäldes oder einer Zeichnung konnte der Fotograf seine Fähigkeit beweisen, die charakteristischen Züge eines Künstlers zu begreifen und seinen Stil wiederzugeben.

Fotografie
Hippolyte BayardStillleben mit Moulagen© Musée d'Orsay, dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt
Francis Wey lobte 1851 die Fotografie: „Wenn es sich um einen geschickten Maler-Kopisten oder Graveur handelt, verändert er die charakteristischen Aspekte der Vorlage. Sollte das nicht zutreffen, wird ihnen die Kopie misslingen. Diese Schwierigkeiten können nur durch die Heliografie gemeistert werden, die in diesem Bereich wahre Wunder vollbringt.“ (Das Licht, 23. März 1851).



Andere Herausforderungen mussten ebenfalls bewältigt werden: die Beleuchtung der Werke, die Schwierigkeit, die Valenzen des Gemäldes wiederzugeben und die Tatsache, dass es vor Ort fotografiert werden musste.





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