Musée d'Orsay: Degas - Tanz und Zeichnung. Eine Hommage an Degas mit Paul Valéry

Degas - Tanz und Zeichnung. Eine Hommage an Degas mit Paul Valéry

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Buchdeckel "Degas Danse Dessin"© DR
Tanz, Zeichnung und Degas

Anlässlich des hundertsten Todestages von Edgar Degas, der am 27. September 1917 starb, ehrt das Musée d'Orsay den Künstler mit den Worten eines Dichters.
Der Titel der hier präsentierten Ausstellung ist nämlich einem herausragenden doch unbekannten Werk des Schriftstellers und Philosophen Paul Valérie (1871-1945) entlehnt, der heute zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist. Textausschnitte des Werks treten in einen Dialog mit den Werken Degas’.

Denn dieser wichtige Text, der durch die zwanzigjährige Freundschaft der zwei Männer genährt wird, zeichnet sich durch seine Tiefe und Poesie aus und zählt zweifelsohne zu den einfühlsamsten und fruchtbarsten Schilderungen von Degas.
Die fragmentarische Form und der zugleich persönliche und universelle Ton von Tanz, Zeichnung und Degas zeichnet letztendlich ein doppeltes Porträt: Das des Künstlers, den Valéry dank seiner Verbundenheit zwanglos schildert, und das des Genies, wobei der Band sich auch wie eine Betrachtung zum künstlerischen Schaffen liest.
Im Laufe des Rundgangs durch die Säle offenbaren sich die Worte und Bilder des Schriftstellers, deren Schönheit den Zauber der Werke verstärkt zum Tragen bringen.

Rohrpostkarte von Degas an Paul Valéry© Bibliothèque nationale de France
Die Linie der Zeichnung, die dank der herausragenden grafischen Sammlungen des Musée d’Orsay in ihrer Vielfalt präsentiert wird, trifft auf den Geist, während sich die Bewegung der Formen, mit denen sich Degas zeitlebens beschäftigte, und der Gedanken, denen sich Valéry widmete, entfalten.
Es geht um Begegnungen: Zwischen einem jungen Dichter, der nach Paris zog und einem bissigen Alten, der von Literaten nicht viel hielt. Die beiden lernten sich bei gemeinsamen Freunden kennen, zu denen auch Stéphane Mallarmé und dessen Familie zählten sowie Julie Manet, die Tochter von Berthe Morisot; diese Begegnungen zwischen der Literatur und den grafischen Künsten werden in einem Band zusammengefasst. Anlässlich dieses Jubiläums durchblättern wir die Seiten dieses ergreifenden Werks, das der Autor mit folgenden Worten umreißt: „Je nach der Laune des Geistes, rund um einige Studien von Edgar Degas”.

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