Musée d'Orsay: Johan Barthold Jongkind (1819-1891)

Johan Barthold Jongkind (1819-1891)

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Aquarell
Johan Barthold JongkindSelbstporträt© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Thierry Le Mage
Johan Barthold Jongkind wurde am 3. Juni 1819 in Lattrop im Osten der Niederlande geboren. Im Alter von sechzehn Jahren verlässt er die Schule und nimmt eine Anstellung in einer Notarpraxis an. 1837 erhält er jedoch von seiner Mutter, die seit einem Jahr Witwe ist, die Erlaubnis, an der Zeichenakademie in Den Haag zu studieren. Dort wird er ein Schüler des Landschaftsmalers Andreas Schelfhout (1787-1870). In der Biografie, die Etienne Moreau-Nélaton dem Maler 1918 widmete, schrieb er : „Eines seiner wertvollsten Talente, das schnelle Aquarellzeichnen nach der Natur, lernte Jongkind in der Werkstatt Schelfhouts. Eine rasch angefertigte, gut strukturierte Zeichnung dient als Grundlage für einen ausschließlich mit lavierten Grundfarben ausgeführten Landschaftseindruck“.

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Johan Barthold JongkindWinterstimmung in Holland© Gemeentemuseum Den Haag
Dass seine Jugendwerke an die Tradition der holländischen Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts anknüpfen, lässt sich an mehreren Kriterien festmachen. Zunächst an der Komposition der Gemälde: Tiefer Horizont – der Himmel füllt zwei Drittel des Raums – eine von links nach rechts steigende Diagonale und kleine Figuren. Ausschlaggebend ist weiterhin die Wahl der Motive: Kanäle, Schlittschuhläufer, Mühlen. Generell interessiert sich Jongkind jedoch mehr für das Licht und die Atmosphäre als für den Gegenstand.
Im Jahre 1845 macht Jongkind eine entscheidende Bekanntschaft. Der zu der Einweihung der Statue des als den „Schweiger“ bezeichneten Wilhelm von Oranien-Nassau (1533-1584) - deutscher Prinz und Statthalter von Holland - nach Den Haag gereiste Maler Eugène Isabey (1803-1886) lädt ihn in sein Atelier nach Paris ein.

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