Musée d'Orsay: Klinger/Brahms Radierung, Musik und Fantasie

Klinger/Brahms Radierung, Musik und Fantasie

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Max Klinger Im Grase© Gerstenberger, Museum der bildenden Künste
Anliegen dieser Ausstellung ist es nicht, das gesamte druckgrafische Werk Klingers – rund 400 Arbeiten – zu präsentieren sondern dem französischen Publikum zum ersten Mal die 1894 veröffentlichte Brahmsphantasie, eine beeindruckende, sechsundzwanzig Meter lange Partitur, zu zeigen. Der Erfindungsreichtum und die meisterhafte Technik Klingers treten hier deutlich zutage.

Die Originalpartituren von Brahms, die Klinger als Inspirationsquelle dienten, geben Aufschluss über die einzigartige Beziehung, die die beiden Künstler verband: Ihre Beziehung hat sich ganz allmählich im Laufe von zwanzig Jahren entwickelt. Als letzte Ehrung widmete der Komponist Klinger die Vier ernsten Gesänge ein Jahr vor seinem Tod.

Max Klinger Evocation© Gerstenberger, Museum der bildenden Künste
Max Klinger, ein ausgezeichneter Amateurmusiker, hegte für den vierundzwanzig Jahre älteren Brahms tiefe Bewunderung. Brahms war von seinen ersten Radierversuchen nicht überzeugt. Doch angesichts der Probedrucke der Brahmsphantasie schrieb der Komponist an Klinger: „Ich sehe die Musik…ohne es zu bemerken, erfüllen mich Ihre Zeichnungen; wenn ich sie betrachte, ist mir, als klinge die Musik unendlich weiter und als drücke sie alles aus, was ich sagen wollte, nur ist es hier klarer und doch immer noch geheimnisvoll.
Bisweilen beneide ich Sie um die Klarheit Ihres Bleistifts.
Bisweilen bin ich froh, dass ich es nicht bin. Doch letztendlich denke ich, dass jede Kunst dasselbe ist und sich mittels derselben Sprache ausdrückt”.

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