Musée d'Orsay: Das schwarze Modell von Gericault bis Matisse

Das schwarze Modell von Gericault bis Matisse

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

FrÃ?dÃ?ric Bazille, Young Woman with Peonies, French, 1841 - 1870, 1870, oil on canvas, Collection of Mr. and Mrs. Paul Mellon
Frédéric BazilleFrau mit Pfingstrosen© Courtesy National Gallery of Art, Washington, NGA Images
Das schwarze Modell von Géricault bis Matisse

Von der französischen Revolution bis zur Abschaffung der Sklaverei im Jahr 1848, von der Sklavenrevolte auf Santo Domingo im Jahr 1791 bis zur Entwicklung der "Négritude" in den 1930er Jahren - diese fast eineinhalb Jahrhunderte liefern ein außerordentliches Zeugnis von den Spannungen, Kämpfen und Debatten im Zuge der Entstehung der demokratischen Moderne, die von der darstellenden Kunst aufgegriffen und getragen werden. Langsam entwickelt sich trotz verschiedenster Hindernisse und Vorbehalte eine schwarze Ikonographie - und sogar eine schwarze Identität.

Ausgehend von drei zentralen Momenten - die Abschaffung der Sklaverei (1794-1848), die Periode der Neuen Malerei (Manet, Bazille, Degas, Cézanne) und die ersten Avantgarde-Bewegungen des 20. Jahrhunderts - bietet diese Ausstellung eine neue Sicht auf ein Thema, das viel zu lange vernachlässigt wurde: Es geht um den wesentlichen Beitrag, den dunkelhäutige Personen und Persönlichkeiten innerhalb der Kunstgeschichte geleistet haben.

Edouard Manet
 1862
 oil on canvas
 90 x 113 cm
Edouard ManetJeanne Duval© Museum of Fine Arts Budapest, 2018, photo by Csanád Szesztay
Durch die Wahl eines Titels in der Einzahl wird versucht, auf die verschiedenen Bedeutungen des Begriffs "Modell" einzugehen, der sowohl als "Modell des Künstlers " als auch als beispielhafte Figur verstanden werden kann. Zahlreiche sog. "farbige" Frauen und Männer haben die Laufbahn von Künstlern gekreuzt und Beziehungen zu ihnen aufgebaut. Wer sind sie, diese illustren Vergessenen der Geschichtsschreibung der modernen Kunst ? Wir haben versucht, diesen Personen einen Namen, eine Geschichte und eine Sichtbarkeit zu geben.

Vom Stereotyp bis zur individuellen Person, von Unterschätzung bis Anerkennung versucht diese Ausstellung, den langen Entwicklungsprozess nachzuzeichnen und eines der größten unausgesprochenen und ausgeblendeten Phänomene der Kunstgeschichte zu beleuchten. Diese Disziplin wird erneut als ein Spiegelbild von Ideen und Sensibilitäten dargestellt und bestätigt somit die tiefgreifenden Zusammenhänge zwischen dem 19. und 20 Jahrhundert bis in die Gegenwart.

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10


Zeichensatz vergrössern Den Zeichensatz verkleinern Einem Freund schicken Drucken

Facebook
TwitterInstagramYouTube