Musée d'Orsay: Léon Spilliaert (1881-1946). Licht und Einsamkeit

Léon Spilliaert (1881-1946). Licht und Einsamkeit

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Spilliaert, Leser und Illustrator von Verhaeren und Maeterlinck

Léon SpilliaertDeich bei Nacht© Musée d'Orsay, dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt
Spilliaert begegnet Verhaeren (1855-1916) über seinen Verleger Edmond Deman und knüpft eine enge Freundschaft zum Dichter. Dieser ist eine Generation älter als der Künstler und eine Art spiritueller Vater. Er ermutigt ihn, führt ihn 1904 in die literarische Szene in Paris ein und gehört zu seinen ersten Unterstützern und Sammlern.

In einem Brief, den Spilliaert am 26. Juni 1913 in Ostende geschrieben hat, drückt er die Intensität dieser Freundschaft aus: "Als ich Sie verlassen haben, betete ich im Inneren: Herr, bewahre mich vor den grauen und matten Zeiten, bewirke, dass ich immer so bin, als ob ich Verhaeren gerade getroffen hätte, d. h. in einem Zustand der Liebe und Freude."

Obwohl sich Maeterlinck (1862-1949) und Spilliaert dagegen nie getroffen haben, kommt der Künstler in seinen Jugendwerke der düsteren und stilisierten Atmosphäre in den ersten Theaterstücken seines Landsmanns nahe. Er illustriert sie für eine Ausgabe für Bibliophile, die von Edmon Deman in Auftrag gegeben wurde. Seine suggestive und rätselhafte Welt, die vom Tod beherrscht wird, dient ihm ebenfalls als Inspiration zu separaten Blättern mit dem Titel Maeterlinck Théâtre.

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