Musée d'Orsay: Das schwarze Modell von Gericault bis Matisse

Das schwarze Modell von Gericault bis Matisse

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3760127 Le Dompteur Noir - poster for the Folies-Bergère by Cheret, Jules (1836-1932) (after); (add.info.: Le Dompteur Noir-after poster for the Folies-Bergère by Jules Chéret. 19th century. Advertising show with Delomico, a lion tamer (in French \'belluaire\', lit. \'gladiator\') and lions and tigers. Showing a tiger jumping through a effervescent hoop. Théatre des Folies-Bergère, cabaret theatre/music hall in Paris/ France. Printed by J. Cheret, Paris.
 Dictionnaire Historique et Pittoresque Du Théatre et Des Arts Qui S\'Y Rattachent. Published by Librairie de Firmin-Didot et Cie, Paris, 1885. P. 301
 Artist: Jules Chéret 1836-1932); Lebrecht Music Arts; French,  it is possible that some works by this artist may be protected by third party rights in some territories.
Jules ChéretDelmonico, le dompteur noir. Fantaisies Oller, Music-Hall© Bibliothèque nationale de France, Paris

La "Schwarze Streitkräfte"

Im ersten Weltkrieg werden zahlreiche schwarze Soldaten mobilisiert. Ab Herbst 1914 beteiligen sich senegalesische Schützen, ein Armeekorps der Kolonialtruppen, am Konflikt. Nach einer Übergangszeit nehmen sie an den meisten großen Offensiven, u. a. den Schlachten von Verdun und des Chemin des Dames, teil.

Im Gegensatz zu Deutschland, das diese Kämpfer als Kannibalen darstellt, die auf disloyale Weise vom Feind benutzt werden, entfernt sich Frankreich von der kolonialen Vorstellung des "Wilden" und bemüht sich, ein Bild des treuen und mutigen Soldaten zu vermitteln. In diesem Sinne wurde die lachende Banania-Werbefigur geschaffen, die in den 1930er Jahren von den Aktivisten der Négritude angeprangert wird.

Ab dem Kriegseintritt der USA im Jahr 1917 treffen Kontingente afroamerikanischer Soldaten in den Schützengräben ein und bringen eine neue Musik mit: den Jazz. 1918 begeistert das berühmte Regiment-Orchester "Harlem Hellfighters" unter der Leitung von James Rees Europe die Massen. Diese neue Präsenz einer schwarzen Gemeinschaft verwandelt das Paris der 1920er Jahre, das als kosmopolitisches Refugium für jene gilt, die vor der Rassentrennung in den USA flüchten.
Das Showbusiness wird von Künstlern aus den USA oder den Antillen neu belebt - die berühmteste unter ihnen ist die Tänzerin Josephine Baker. Mehrere Schauplätze, Filme oder Zeitschriften feiern die Leistungen der schwarzen Künstler.

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