Musée d'Orsay: Die Tischkultur im 19. Jahrhundert

Die Tischkultur im 19. Jahrhundert

Gemälde
Edouard ManetStillleben mit Spargel© Musée d'Orsay, dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt
Die Ausstellung präsentiert im prächtigen Originaldekor der Säle des ehemaligen Hotels des Bahnhofs von Orsay einen Überblick über die Tischkultur im 19. Jahrhundert.

Zu dieser Zeit wandeln sich die Gewohnheiten, insbesondere die Essenszeiten entsprechen allmählich den heutigen. An die Stelle des von der königlichen Tafel übernommenen französischen Brauchs, mehrere Speisen gleichzeitig aufzutragen, tritt die russische Gepflogenheit, bei der alle Gäste gleichzeitig dieselbe Speisen essen.

Im 19. Jahrhundert kommt die Konserve auf, eine wahre kulinarische Revolution, andere Nahrungsmittel wie Kartoffeln, Reis, Nudeln sowie Eis, Früchte und Frühgemüse, Milchkaffee mit bestrichenen Brotschnitten zum Frühstück spielen eine immer größere Rolle.

Zur jener Zeit hält auch das moderne Restaurant mit Speisekarte, Rechnung, separaten Tischen und Service zu jeder Tageszeit seinen Einzug.

Die Ausstellung zeigt Gemälde, Geschirr, Goldschmiedearbeiten - insbesondere jene, die der Herzog von Morny 1862 bei der Firma Christofle bestellte -, Architekturzeichnungen, Menüs und ungewöhnliche Dokumente wie die ersten Konservendosen oder jener seit 1889 in Formalin konservierte Spargel, der Manets Gemälde L'asperge (Stillleben mit Spargel) gegenübergestellt ist. Ein Teil des Dekors des berühmten Café Riche von 1894 wurde anlässlich der Ausstellung wiederaufgebaut.

Ausstellungskommissar

Bruno Girveau, Konservator im Musée d'Orsay

Die Ausstellung genoss die Unterstützung der Gruppe Elior.

4 Dezember 2001 - 3 März 2002
Musée d'Orsay

Salle des Fêtes und salles Art et décor de la IIIe République


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