Musée d'Orsay: Japanische Affinitäten - hin zum modernen Dekor

Japanische Affinitäten - hin zum modernen Dekor

Gemälde
Paul SérusierFrauen an der Quelle© Musée d'Orsay, dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt
Die Ausstellung steht auf dem Programm des Eröffnungsjahres des Louvre Abu Dhabi und zeigt Werke aus den Sammlungen des Musée d’Orsay und Leihgaben aus dem Musée Guimet und dem Louvre Abu Dhabi. Es werden dekorative Arbeiten der Nabis und von Odilon Redon präsentiert, die im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert entstanden. Diese Werke werden japanischen Holzschnitten und Wandschirmen gegenübergestellt.

Im Zentrum des vierteiligen Ausstellungsrundgangs steht der Einfluss des Dialogs zwischen Orient und Okzident gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Die Nabis und Odilon Redon interessieren sich schon ab 1890 für die japanische Kunst und werden charakteristische Elemente wie elliptische und suggestive Ausdrucksweise, die sich wandelnde Vorstellung der Welt, das Spannungsverhältnis zwischen Fülle und Leere übernehmen. Das Nebeneinander ihrer Gemälde, der japanischen Holzschnitte und Wandschirme veranschaulicht, wie diese Symbiose zur Aufgabe der illusionistischen Darstellung führte, der dekorative Aspekt, die Fragmentierung des Raums und die Faszination für das Fantastische in den Vordergrund gerückt und der modernen Malerei der Weg bereitet wurde.

Aufgrund der intellektuellen und spirituellen Prägung der traumhaft anmutenden Werke, wurden die Nabis als „ideistische” Maler bezeichnet. Ihre dekorativen Gemälde schildern statt der Realität eine poetische, imaginäre Welt. Odilon Redon, der den Nabis sehr nahe steht, gelang eine harmonische Verschmelzung des westlichen und östlichen Genies.

Kuratorin

Isabelle Cahn, Chefkonservatorin im Musée d'Orsay

6 September - 24 November 2018

Louvre Abu-Dhabi

Termine können sich ändern


Zeichensatz vergrössern Den Zeichensatz verkleinern Einem Freund schicken Drucken

Facebook
TwitterInstagramYouTube