Musée d'Orsay: Neoimpressionistische Zeichnungen

Neoimpressionistische Zeichnungen

Zeichnung
Laurent Ernest JosephGeorges Seurat© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Christian Jean
Parallel zu der anlässlich des hundertsten Todestages von Georges Seurat organisierten Ausstellung im Grand Palais präsentierte das Musée d’Orsay eine Auswahl an Zeichnungen von neoimpressionistischen Künstlern aus eigenen Beständen und Privatsammlungen.

Einleitend werden zehn Zeichnungen von Ernest Laurent (1859-1929) präsentiert, die in Bezug zu dem Gemälde Szene am Ufer des Bachs (Beethoven op. 68) stehen, das 1884 auf dem Salon ausgestellt wurde. Sie erinnern auch an die Freundschaft, die Seurat, Ernest Laurent und Aman-Jean in der Ecole des Beaux-arts verband und an die gemeinsam realisierte Arbeit nach Schulabschluss.

Die Zeichnungen von Charles Angrand (1854-1926), Henri-Edmond Cross
(1856-1910), Georges Lemmen (1865-1916), Maximilien Luce (1858-1941),
Camille Pissarro (1850-1903), Théo Van Rysselberghe (1862-1926)
zeugen in mehrfacher Hinsicht von Seurats Einfluss im In- und Ausland.

Obwohl die Künstler bewusst eine recht nüchterne Technik verwendeten – schwarzer Bleistift, Conté-Stift oder Kohle auf weißem Papier – gelang es ihnen, die einfachsten Motive durch Lichtabstufungen zu gestalten.

Anhand einer Serie von Zeichnungen von Paul Signac (1863-1931) wird deutlich, wie nah die beiden Künstler einander stehen. In seinem Frühwerk verwendet Signac den gleichen Stift wie Seurat und bemüht sich um dieselben optischen und farblichen Effekte. Die Schwarztöne von Signac und Seurat bestechen gleichermaßen durch ihre erstaunlich heitere und erhabene Poesie.

Ausstellungsleitung

Arlette Sérullaz, Chefkonservatorin in der Abteilung für Grafik im Musée du Louvre

9 April - 7 Juli 1991
Musée d'Orsay

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