Musée d'Orsay: Franz Marc / August Macke. Das Abenteuer des blauen Reiters

Franz Marc / August Macke. Das Abenteuer des blauen Reiters

Franz MarcDer Traum© Museo Thyssen-Bornemisza, Madríd
Diese Ausstellung präsentiert zwei zentrale Protagonisten des deutschen Expressionismus und der Künstlerbewegung "Der Blaue Reiter": Franz Marc (1880-1916) und August Macke (1887-1914). Ab 1910 verbindet die beiden Künstler eine Freundschaft aufgrund ihres gemeinsamen Interesses für die französische Kunst und im Besonderen Cézanne, Van Gogh, Gauguin und den Fauvismus, den sie bei ihrem Aufenthalt in Paris entdecken. Beide drücken in ihren ersten Gemälden, die oft im Freien gemalt werden, dieselbe spirituelle Faszination für Landschaft und Natur aus.

Zum Zeitpunkt ihrer Begegnung mit Wassily Kandinsky (1911) und der Gründung des Almanachs "Der Blaue Reiter" nimmt ihre Malerei eine zunehmend radikale und stilisierte Wendung. Franz Marc gibt die Freiluftmalerei auf und beginnt, seine berühmten blauen Pferde zu malen, nach denen die Zeitschrift benannt wurde. Marc gibt gemeinsam mit Kandinsky den Almanach heraus, und August Macke sammelt ethnographische Darstellungen und verfasst eine Studie zu afrikanischen Masken. Sie sind künstlerisch äußerst aktiv und beteiligen sich ebenfalls an der Organisation internationaler Ausstellungen der Avantgarde-Bewegung wie 1912 in Köln und 1913 in Berlin, während sie gleichzeitig ihre eigene künstlerische Entwicklung fortführen. Somit wendet sich Franz Marc, der von der Ausstellung der italienischen Futuristen und den Gemälden von Robert Delaunay anhaltend geprägt wird, 1913 der Abstraktion zu. Macke wiederum sollte sich von der intellektuellen Spiritualität von Kandinsky distanzieren und ein offensichtlicheres Verhältnis zwischen Mensch und Natur bevorzugen, u.a. auf seiner Reise nach Tunesien in Begleitung von Paul Klee.

Beide Künstler werden ab August 1914 eingezogen und sterben an der Front. Ihre künstlerische Hinterlassenschaft ist unvollständig, aber emblematisch für eine hedonistische, schillernde und faszinierende Ausprägung des deutschen Expressionismus.



Generalkuratorium

Cécile Debray, leitende Konservatorin, Direktorin des Musée de l'Orangerie

Kuratorin

Sarah Imatte, Kuratorin, Musée de l'Orangerie


Diese Ausstellung wird im Rahmen des Programms des Musée de l'Orangerie zu den europäischen Avantgarde-Bewegungen organisiert, als Teil der Ausstellungsfolge Apollinaire, der Blick des Dichters (2016), Dada Africa (2017) und De Chirico und die metaphysische Malerei (2020).

Diese Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit Neue Galerie New York, Museum for German and Austrian Art organisiert, wo die Ausstellung vom 4. Oktober 2018 bis 21. Januar 2019 präsentiert wird.

Mit der großzügigen Unterstützung von Crédit du Nord


6 März - 17 Juni 2019

Paris, musée de l'Orangerie

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