Musée d'Orsay: Giorgio de Chirico. Die metaphysische Malerei

Giorgio de Chirico. Die metaphysische Malerei

Chirico Giorgio de (1888-1978). Paris, Centre Pompidou - Musée national d'art moderne - Centre de création industrielle. AM2009-198.
Giorgio de ChiricoIl Ritornante© Adagp, Paris © Centre Pompidou, MNAM-CCI, Dist. RMN-Grand Palais / Georges Meguerditchian
Die Ausstellung Giorgio de Chirico. Die metaphysische Malerei zeichnet die Laufbahn sowie die künstlerischen und philosophischen Einflüsse nach, die den Künstler Giorgio de Chirico auf seinen Reisen von München über Turin und Paris (wo er die bildnerische Avantgarde seiner Zeit entdeckt) bis Ferrara prägten. Auf völlig neue Weise werden die Kontakte des Künstlers, der von Apollinaire entdeckt und dann vom Kunsthändler Paul Guillaume unterstützt wurde, mit den kulturellen und literarischen Kreisen in Paris beleuchtet.

De Chirico wird in Griechenland geboren und unterliegt im Zuge seiner Ausbildung den tiefgreifenden Einflüssen der klassischen Kultur und späten deutschen Romantik. Er entwickelt die Grundlagen einer neuen künstlerischen Gestaltung an der Seite seines jüngeren Bruders Alberto Savinio. Er besucht ab 1908 die Kunstakademie in München und entdeckt die Gedankenwelt von Nietzsche und Schopenhauer sowie die Werke von Böcklin und Klinger. Nach kurzen Aufenthalten in Mailand und Florenz lässt er sich ab Herbst 1911 in der französischen Hauptstadt Paris nieder, wo er ein einzigartiges bildnerisches Vokabular im Kontakt mit den modernistischen Revolutionen im Bereich der künstlerischen Darstellung entwickelt. Sehr schnell werden bekannte Künstler seiner Zeit auf ihn aufmerksam. Guillaume Apollinaire, Maurice Raynal und André Salmon, aber auch André Breton, Paul Éluard, Jean Paulhan zählen zu den ersten, die sich für sein Werk interessieren und versuchen, es zu fördern.

Die Ausstellung findet somit ihren Platz im Musée de l'Orangerie rund um die Figur von Paul Guillaume, den ersten Kunsthändler von Giorgio de Chirico. Nach seiner Rückkehr nach Italien 1915 wird er mit seinem Bruder Savinio aus militärischen Gründen nach Ferrare geschickt, wo er seine darstellerischen Nachforschungen fortsetzt. Die Periode in Ferrara (Juni 1915 - Dezember 1918) ist die Gelegenheit für die Maler Carlo Carrà und Giorgio Morandi, sich mit den beiden Brüdern anzufreunden. Dies führt zur Gründung einer Künstlergruppe, die später als "Metaphysische Schule" bezeichnet wird - und die Ausstellung abschließt.

Generalkuratorium

Paolo Baldacci, Präsident des Archivs der metaphysischen Kunst

Kuratorium

Ausstellung in Paris

Cécile Girardeau, Kuratorin im Musée de l'Orangerie

Ausstellung in Hamburg

Dr. Annabelle Görgen-Lammers, Kuratorin, Hamburger Kunsthalle


Ausstellung organisiert von den Museen Orsay und Orangerie, Paris und der Hamburger Kunsthalle, Hamburg

Ausstellung vom 21. Januar bis 25. April 2020 in Hamburg, Hamburger Kunsthalle

16 September - 14 Dezember 2020

Paris, Musée de l'Orangerie

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