Musée d'Orsay: Guimard

Guimard

Hector Guimard (1867-1942) wurde Ende der 60er Jahre „wiederentdeckt“. Anlässlich seines fünfzigsten Todestages präsentierte das Musée d’Orsay die erste monografische Ausstellung über sein Gesamtwerk. Im Vordergrund stand der Begriff „Guimard Stil“, der vom Künstler persönlich geprägt wurde.

Sein Bestreben, eine „totale Kunst“ zu schaffen, in der Architektur und Raumkunst eine untrennbare Einheit bilden, beruht auf drei Prinzipien: die Vorstellung einer organischen Struktur, die sowohl für Außen- als Innenarchitektur gilt; eine funktionale Anpassung für die Benutzung und die geografische und soziale Umgebung; das Werk soll ästhetische Reaktion erwecken.

Die Ausstellung präsentierte die für den Künstler charakteristischsten Realisierungen: grafische Werke – Zeichnungen, Plakate und Prospekte, Textilien – und dreidimensionale Objekte – Möbel, Bauelemente, Kunstgegenstände. Es wurden auch die wichtigsten Themen behandelt, mit denen sich Guimard in Verbindung mit bestimmten Wohnarten befasste (die Vorortsvilla, das Stadthaus, das Mietshaus, typisiertes Wohnen) und die Grabmalarchitektur.

Ausstellungsleitung

Philippe Thiébaut, Konservator im Musée d'Orsay

13 April - 26 Juli 1992
Musée d'Orsay

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