Musée d'Orsay: Johan Barthold Jongkind (1819-1891)

Johan Barthold Jongkind (1819-1891)

Gemälde
Johan Barthold JongkindIn Holland, Kähne neben der Mühle© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Gérard Blot
Jongkind wurde in den Niederlanden geboren und verbrachte, wie sein Landsmann Vincent van Gogh, viele Jahre seines Lebens in seiner Wahlheimat Frankreich. Die Landschaften seiner Frühwerke, zu denen ihn verschiedene Orte seiner Heimat inspirierten, sind von großer Sensibilität und stehen in der der holländischen Tradition, die er insbesondere von dem Maler Schelfhout (1787-1870) in Den Haag erlernte. Auf Anregung des Malers Eugène Isabey (1803-1886) setzt Jongkind ab 1846 seine Ausbildung in Paris fort. In den 1860er Jahren entdeckt er im Laufe seiner Aufenthalte an der normannischen Küste – Le Havre, Sainte-Adresse, Honfleur, Trouville... – seine Vorliebe für Seebilder. Dort lernt er Boudin und insbesondere Monet kennen, der sich dem holländischen Künstler maßgeblich verpflichtet fühlte: „ihm verdanke ich die Schulung meines Auges“.

Die lebendige Sichtweise, die vor allem in seinen Aquarellen spürbar wird, hat dazu geführt, dass Jongkind zu Recht als Wegbereiter des Impressionismus gilt; auf dem Salon der Zurückgewiesenen stellte er das Gemälde Ruinen von château de Rosemont (Musée d’Orsay) aus. 1873 entdeckt Jongkind die Region Dauphiné. Er verbringt seinen Lebensabend in la Côte-Saint-André, wo er 1891 begraben wird. Der Künstler hinterlässt mehrere Landschaftsbilder aus den Regionen Nièvre, Dauphiné und von seiner Reise 1880 nach Südfrankreich.

Diese Ausstellung ist eine Hommage an Jongkind und sein "holländisch-französisches Abkommen". Sie vermittelt einen Überblick über die Schaffensperioden des Künstlers und beleuchtet die verschiedenen Facetten seines lange unbeachtet gebliebenen Werks.

Ausstellungskommissare

John Sillevis, Hoofdconservator im Gemeentemuseum in Den Haag Sylvie Patin, Chefkonservatorin im Musée d'Orsay in Paris Götz Czymmek, Oberkustos im Wallraf-Richartz-Museum von Köln

Die Ausstellung ist auch vom 11. Oktober 2003 bis 17. Januar 2004 im Gemeentemuseum in Den Haag und vom 6. Februar bis 8.Mai 2004 im Wallraf-Richartz-Museum von Köln zu sehen

Diese Ausstellung genoss die Unterstützung der Banque de Neuflize, Mitglied der Gruppe ABN AMRO.

Parallel zu dieser Ausstellung organisiert die Stiftung Custodia die dokumentarische Ausstellung „Jongkind intim: Zeichnungen, Stiche und die Korrespondenz Jongkinds und seiner Umgebung in der Sammlung Frits Lugt“ am niederländischen Institut, 121 rue de Lille in Paris, vom 10. Juni bis 18. Juli 2004

2 Juni - 5 September 2004
Musée d'Orsay

Saal für Wechselausstellungen


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