Musée d'Orsay: Manet: Pastelle und Zeichnungen

Manet: Pastelle und Zeichnungen

Pastell
Edouard ManetPorträt von Frau Edouard Manet auf einem blauen Sofa© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Jean-Gilles Berizzi
Parallel zu der Ausstellung, die in den staatlichen Sammlungen anlässlich der vor hundert Jahren entstandenen Olympia von Manet organisiert wurde, präsentierte das Musée d’Orsay siebzig Pastelle und Zeichnungen des Künstlers. Die Arbeiten stammen aus den Beständen des Museums, sie vermitteln einen Überblick über die vielseitige Begabung Manets; wir entdecken einen Grafiker, der eine Vorliebe für detailgenaue Darstellung besaß.

Manet interessierte sich für die verschiedensten Techniken (Bleigriffel, schwarzer Bleistift, Rötel, Tusche, Aquarell, Gouache, Pastell) und für alle Ausdrucksformen von der schematischen Linie bis zur sorgfältig vollendeten Zeichnung. Sie illustrieren auch die Entwicklung eines Künstlers, der im Laufe seiner Besuche im Louvre und mehrerer Reisen im Ausland (Italien, Deutschland, Holland, Spanien) ausgiebig die alten Meister studiert hatte.

Manet brachte zeitlebens die Ideen zu Papier, die ihm während der Kreation eines Gemäldes kamen. Er skizzierte Szenen, die auf der Straße, im Café, usw. seine Aufmerksamkeit erregten sogleich in Bruchteilen oder vollständig. Die Zeichnungen zeugen von seiner Beobachtungsgabe, die es ihm ermöglichte, in wenigen Zügen eine flüchtige Geste, das charakteristische Detail eines Gesichts oder Kleidungsstücks zu erfassen.

Antonin Proust sagte zurecht zu Frau Manet, „seine Skizzen, (...) enthalten nicht einen überflüssigen Strich, kein einziges unnützes Detail. Die Zeichnungen lassen seine sichere Hand erkennen und zeugen von seiner tiefen Kenntnis und der für ihn typischen realitätsgetreuen Darstellung“.

Ausstellungsleitung

Arlette Sérullaz, Chefkonservatorin in der Abteilung für Grafik im Musée du Louvre

23 Oktober 1990 - 13 Januar 1991
Musée d'Orsay

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