Musée d'Orsay: Fotografien von Charles Lhermitte

Fotografien von Charles Lhermitte

Charles Lhermitte, der Sohn des Malers Léon Lhermitte, war zwischen 1900 und 1920 als Fotograf tätig. Er gehörte der pictorialistischen Bewegung an, blieb jedoch immer ein Amateurfotograf.

Er setzte sich zwar für die künstlerische Fotografie ein, war jedoch selbst eher dem Naturalismus (wie sein Vater) als dem Symbolismus der Pictorialisten verhaftet. Er macht präzise Aufnahmen im Gegensatz zu den Anhängern der Bewegung, die verschwommenen Bildern den Vorzug geben. Die Entstehung seiner Bilder erfordert ein Minimum an „Manipulationen“, in der das Foto wie eine Zeichnung bearbeitet wird, z.B. mit Hilfe der Goldchlorit-Technik oder des Öl-Umdrucks.

Charles Lhermitte gilt heutzutage zwar nicht als einer der bedeutenden Fotografen der Photo-Secession, er schuf dennoch aufrichtige und empfindsame Fotografien. Obwohl er bisweilen die den Pictorialisten eigenen ästhetischen Missgriffe nicht vermeiden kann - dies trifft vor allem für seine Akt- und Genrebilder zu – gelingt es ihm meistens vortrefflich, die Anmut seiner Figuren und die Poesie einer Landschaft abzubilden.

Ausstellungsleitung

Philippe Néagu, Konservator im Musée d'Orsay

22 Oktober 1991 - 22 Januar 1992
Musée d'Orsay

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