Musée d'Orsay: Das Künstlerhaus als Museum – Gustave Moreau

Das Künstlerhaus als Museum – Gustave Moreau

Tableau
Gustave MoreauDer Dichter als Reisender© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Jean Schormans
Enzyklopädische Museen sind charakteristisch für das 19. Jahrhundert; eine Ausnahme bilden die „monografischen“ Museen, die nur einem Künstler gewidmet sind. Vor Gustave Moreau haben schon der neoklassische Bildhauer Thorvaldsen oder der Maler Antoine Wiertz in Kopenhagen beziehungsweise in Brüssel ein Museum für ihr Werk geschaffen. Gustave Moreaus (1826-1898) Vorhaben blieb jedoch einmalig: er ließ 1895 auf seine Kosten neben seinem Wohnhaus die großen Atelierräume errichten, die als Museum bestimmt waren.

Um den zukünftigen Generationen „einen Einblick in den Arbeitsaufwand des Künstlers“ zu vermitteln, sortiert er tatsächlich alles, vergrößert manche alte Werke und schafft andere großformatige, die eines Museums würdig sind. Es war ihm ein zwingendes Bedürfnis, sein eigenes Museum zu schaffen, damit sein Werk nach seinem Tod nicht anlässlich eines Verkaufs zerstückelt wird, wie das damals häufig der Fall war.

Die Besucher können über sechstausend Gemälde, Kartons, Aquarelle und Zeichnungen an den Wänden und auf den mobilen Präsentationsständern bewundern.

Ausstellungsleitung

Geneviève Lacambre, Chefkonservatorin im Musée d'Orsay, verantwortlich für das Musée Gustave Moreau

25 Mai - 30 August 1987
Musée d'Orsay

Zeichensatz vergrössern Den Zeichensatz verkleinern Einem Freund schicken Drucken

Facebook
TwitterInstagramYouTube