Musée d'Orsay: Die Erfindung eines Blicks (1839-1918) Hundertfünfzig Jahre Fotografie

Die Erfindung eines Blicks (1839-1918) Hundertfünfzig Jahre Fotografie

Fotografie
Edouard BaldusRhône-Überschwemmung bei Brotteaux© RMN
Diese Ausstellung fand im Rahmen der Veranstaltungen statt, die anlässlich des hundertfünfzigjährigen Jubiläums der Fotografie organisiert wurden; sie zeigt die Originalität und den formalen Beitrag dieses Mediums, dessen neuartige Sprache sich von den schon existierenden traditionellen zweidimensionalen Künsten wie Malerei und Grafik in mancher Hinsicht unterscheidet.

Anhand des Aufbaus der Ausstellung in Abschnitte oder Themen, die auch im Katalog übernommen wurden, werden die verschiedenen Aspekte dieses neuen Mediums aufgezeigt: enge Bildeinstellung, Standpunkte, detailgenaue Wiedergabe, präzise Bilder dank des Einsatzes der Silberplatte, des Glasnegativs oder Mikroskops; die Zeitgenossen wie insbesondere Victor Hugo interessierten sich für die Transparenz und den ästhetischen Aspekt des Negativs; Umkehrung der Wert durch Solarisation, die Entdeckung der Momentaufnahme sowie alle möglichen optischen Verzerrungen von der Großaufnahme und Verkürzung der Raumtiefe zu den „Anamorphosen“; und schließlich alle Techniken, die parallel zur Erfindung der Fotografie entstanden sind: Fotogramme, Collagen, Fotomontagen...

Schon ab dem 19. Jahrhundert begannen sich Maler für diese Studien zu interessieren, die der modernen Fotografie den Weg bereiteten.

Ausstellungsleitung


Françoise Heilbrun, Konservatorin im Musée d'Orsay, Bernard Marbot, Konservator der Abteilung für Kupferstiche und Fotografie in der Bibliothèque nationale und Philippe Néagu, Hauptattaché im Musée d'Orsay

4 Oktober - 31 Dezember 1989
Musée d'Orsay

Zeichensatz vergrössern Den Zeichensatz verkleinern Einem Freund schicken Drucken

Facebook
TwitterInstagramYouTube