Musée d'Orsay: Die Oper von Monte Carlo: Charles Garnier, Architekt

Die Oper von Monte Carlo: Charles Garnier, Architekt

Die Oper von Monte Carlo unter Albert I. in Monaco

Gemäld
Paul BaudryCharles Garnier© RMN-Grand Palais (musée d'Orsay) / Franck Raux
Angesichts der zahlreichen Touristen, die im Winter an die Riviera reisten, vergrößerte die Société des Bains de Mer die 1864 gegründete Spielbank.1878 beauftragte man Charles Garnier mit dem Bau eines neuen Konzertsaals. Der Architekt war durch den 1874 vollendeten prächtigen Pariser Saal sehr berühmt geworden.

Die Arbeiten begannen im Mai 1878 und wurden in knapp 9 Monaten ausgeführt.

Der monegassische Saal war ursprünglich ein weiträumiger vergoldeter Salon, wurde jedoch vollkommen umgebaut, als man beschloss, ihn in ein Theater für die damals immer beliebteren Opern- und Ballettaufführungen umzugestalten.

Fürst Albert I. besteigt 1889 den Thron. Mit der Ernennung von Raoul Gunsbourg zum Direktor wird 1892 eine der glänzendsten Epochen der Kulturgeschichte des Fürstentums eingeleitet. Das künstlerische Programm, das er in Absprache mit dem Fürsten auswählt, zeichnet sich sowohl durch herausragende Werke als durch erstklassige Interpreten aus. Jedes Jahr kommt beispielsweise Djagilews Ensemble Ballets russes, das zwischen den zwei Weltkriegen den Namen Ballets russes de Monte-Carlo annahm.

Diese dokumentarische Ausstellung präsentierte zahlreiche Dokumente und Erinnerungen der Bühnenkunst der Jahre 1889-1921: Plakate, Modelle, Kostüme, Dekorprojekte und Dokumente zu den Aufführungen des Ballets von Djagilew.

Als Fürst Albert I. 1922 starb, war Monte Carlo seit dreißig Jahren unumstritten eine der Hochburgen der Musik in Europa.

Ausstellungsleitung

Jean-Michel Nectoux, Konservator im Musée d'Orsay

13 März - 10 Juni 1990
Musée d'Orsay

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