Musée d'Orsay: Englische Dichter und Musiker zur Zeit von Oscar Wilde

Englische Dichter und Musiker zur Zeit von Oscar Wilde

Napoléon SaronyPorträt von Oscar Wilde© National Portrait Gallery, London
Jene Künstler und Schriftsteller, die sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts in der Bewegung L'Art pour l'Art zusammenschlossen, beeinflussten die Gesellschaft ihrer Epoche mehr als alle anderen. Als Reaktion auf den Akademismus schufen sie eine elitäre, geistige Kunst. Die Bewegung umfasste alle Bereiche: die bildenden Künste, den Roman und die Dichtung, das Kunstgewerbe, die Musik, die Fotografie und auch die Mode und Sozialphilosophie.
Sowohl in der Musik als auch in der Malerei und Literatur suchte man in der glorreichen Vergangenheit nach Inspirationsquellen für die Gegenwart. Man interessierte sich erneut für Purcell und seine Zeitgenossen, für Händel und die Tradition des Oratoriums, das Wagner als den wahren Geist der englischen Musik betrachtete. Diese Kultur blieb erhalten, da die Musik in den Universitäten zur Allgemeinbildung gehörte. Die Vereinigung sakraler und weltlicher Kunst, ist charakteristisch für diese Kunst, die in enger Verbindung zur englischen Sprache steht.
Die Werke von Elgard, Stanford, Dyson, Holst, Vaughan Williams kennzeichnen eine spirituelle Wallfahrt, die aus nationalen ja sogar topografischen Traditionen der britischen Inseln gespeist wird und die in der Dichtung von Blake, Tennyson, Rossetti die für die Insel charakteristischen Inspirationsquellen sucht.

Abendveranstaltung im Hauptschiff

Chor des King's College von Cambridge
Steven Cleobury, Leitung
Hubert Parry
My soul, there is a country
Ralph Vaughan Williams
Silence and music
Three Shakespeare Songs

Nicholas Maw
One foot in Eden
Richard Allain
Welcome, all wonders
Benjamin Britten
Five Flower Songs
Richard Rodney Bennett
A flower at sun-rising
William Walton
Where does the utter'd music go?
Set me as a seal

Charles Wood
Hail, gladdening light

 
Fr 28 Oktober 2011 - 20h30
Musée d'Orsay

Hauptschiff

Freier Eintritt im Rahmen der verfügbaren Plätze

Gabriel Woolf, Sprecher
Guy Vandromme, Klavier
Eric de Kuyper, visuelle Gestaltung
Richard Strauss
Enoch Arden, op. 38, Melodram für Sprechstimme und Klavier nach einem Gedicht von Alfred Tennyson

Englische Darbietung mit französischen Übertiteln

„Ein Tonstreifen ohne Film”, schreibt der Musikwissenschaftler John Pritchett über das Monodrama Enoch Arden von Richard Strauss. Das in Vergessenheit geratene Werk von Strauss aus dem Jahr 1897 ist eine Komposition für Sprechstimme und Klavier. Ein Klavierstück, das wie eine Sinfonie konzipiert ist und rhythmische Leitmotive besitzt, begleitet Alfred Tennysons Geschichte. Sie spielt an der rauen englischen Felsküste und erzählt von zwei Freunden, Enoch Arden und Philip Ray, die beide Annie Lee lieben. Als Annie sich für Enoch entscheidet, leidet Philip stillschweigend; doch später, als Enoch zur See fährt, kümmert sich Philip um die Familie ohne Vater...
Richard Strauss‘ musikalische Fassung von dieser Geschichte über Liebe und Opferbereitschaft schlägt eine Brücke zwischen der Sprache der sinfonischen Gedichte und seiner späteren Opern. Die Filmfragmente, die Eric de Kuyper ausgewählt hat, können als Variationen zu Enoch Arden betrachtet werden. Sie stellen einen Dialog zu der Musik und der Erzählung her.

Production Muziektheater Transparant

 
Do 10 November 2011 - 20h00
Musée d'Orsay

Auditorium Ebene -2

Musiker des Orchestre Philharmonique de Radio France
Charlotte Rampling, Sprecherin
Gabriel Woolf, Sprecher
William Walton
Façade, Divertimento für Sprechstimme, Flöte, Klarinette, Saxophon, Trompete, Cello und Schlaginstrumente zu Gedichten von Edith Sitwell
Ralph Vaughan-Williams
Six Studies on English folk song

 
Do 15 Dezember 2011 - 20h00
Musée d'Orsay

Auditorium Ebene -2


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