Musée d'Orsay: Von Manon bis Carmen

Von Manon bis Carmen

Gefilmte Oper

Charles Augustin LhermitteHalbportrait einer jungen Frau mit Hut und weitem Umhang© RMN-Grand Palais (musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski
Einige prägende Kurtisanen-Figuren halten im 19. Jahrhundert auf den Bühnen des Musiktheaters Einzug: Violetta, die reuevolle und aufgeopferte Frau, La Périchole, deren Leichtsinnigkeit häufig in Melancholie umschlägt, Manon, die käuflich aber instinktiv aufrichtig ist, liefern uns drei Variationen zu folgender Frage: Handelt es sich bei diesen Frauenfiguren um Opfer oder emanzipierte Frauen (sempre libera)? Als Gegenstück dazu dient Carmen, die freie Frau schlechthin, die ohne Zugeständnisse bis in den Tod geht.

27 September - 18 Oktober 2015
Musée d'Orsay
Auditorium niveau -2

Partner

Manon

Jules Massenet, Musik
Meilhac & Gille, Libretto
Anna Netrebko, Roberto Alagna, Adrian Eröd, Ain Anger,…
Orchester der Staatsoper Wien
Bertrand de Billy
, Leitung
Andrei Serban, Inszenierung

Regie Karina Fibich. Prod.: ORF / Unitel, 2007
Dauer: 2h50 mit Zwischenakt

Gefilmt an der Wiener Staatsoper in einer Rolle, die eigens auf diese Ausnahmekünstlerin zugeschnitten wurde, verkörpert Anna Netrebko eine Manon, die zugleich kindlich, zärtlich, keck, leidenschaftlich und pathetisch ist, an der Seite von Roberto Alagna als bemerkenswerter Chevalier Des Grieux. Andrei Serban versetzt den Handlungsschauplatz in die Belle Epoque und unterstreicht die Isolierung dieser jungen Frau, die sich zwischen Männern, sexueller Leidenschaft und Geld verliert.

© Unitel

 
So 27 September 2015 - 15h00
Musée d'Orsay
Auditorium niveau -2

La Traviata

In Anwesenheit von Robert Carsen

Giuseppe Verdi, Musik
Francesco Maria Piave, Libretto
Patricia Ciofi, Roberto Sacca, Dmitri Hyorostovsky,…
Orchester und Chor des Opernhauses La Fenice
Lorin Maazel
, Leitung
Robert Carsen, Inszenierung

Regie: Patrizia Carmine. Prod.: RAI, 2004Regie: Patrizia Carmine. Prod.: RAI, 2004
Dauer: 2h26 mit Zwischenakt

Bei dieser La Traviata, mit deren Aufführung am 12. November 2003 das neue Opernhaus La Fenice eingeweiht wurde, versetzt Robert Carsen die Handlung in die Gegenwart, – diese Wahl wird durch den Wunsch Verdis selbst gerechtfertigt, eine zeitgenössische La Traviata zu inszenieren. Die Banknoten, die den Garten im zweiten Akt übersäen, zählen zu den bleibenden symbolhaften Bildern dieser Produktion.

© Michele Crosera

 
So 4 Oktober 2015 - 15h00
Musée d'Orsay
Auditorium niveau -2

Carmen

Georges Bizet, Musik
Meilhac et Halévy, Libretto
Teresa Berganza, Placido Domingo, Ruggero Raimondi, Michel Sénéchal,…
Orchester der Staatsoper Paris
Pierre Dervaux
, Leitung
Piero Faggioni, Inszenierung

Regie: Pierre Badel. Prod.: Ina, 1980
Dauer: 2h42 mit Zwischenakt

Diese legendäre Produktion aus dem Jahre 1980 stammt ursprünglich vom Festival von Edinburgh, wurde aber an der Opéra-Comique in Paris gefilmt. Die Inszenierung von Piero Faggioni vermeidet jegliche hispanisierende Folklore, um den tragischen Aspekt in den Vordergrund zu rücken. Zwischen dem markant-männlichen Escamillo von Ruggero Raimondi und dem idealistischen sensible Don José, interpretiert von Placido Domingo, liefert Teresa Berganza eine ergreifende, intensive und engagierte Darstellung.

En présence de Teresa Berganza et Piero Faggioni

tableau
John Singer SargentLa Carmencita

 
So 11 Oktober 2015 - 15h00
Musée d'Orsay
Auditorium niveau -2

La Périchole

Offenbach, Musik
Meilhac et Halévy, Libretto
ane Berbié, Michel Caron, Jean Le Poulain, Roger Carel,…
Symphonieorchester des ORTF
Jean Claude Casadesus
, Leitung
Maurice Lehmann, Inszenierung

Regie: Jacques Duhen. Prod.: Ina (ORTF), 1971
Dauer:1h52 mit Zwischenakt

Adaptierte Version einer Inszenierung von Jean Le Poulain für den französischen Rundfunk ORTF, die von Maurice Lehmann 1969 im Théâtre de Paris aufgeführt wurde. Diese La Périchole mildert die dunklen Seiten des Werks und weicht etwas vom Original-Libretto ab, um die komische Virtuosität der Darsteller zu betonen, u.a. Jane Berbié und Michel Caron, die als Straßensängerpaar mit herausragenden stimmlichen Eigenschaften brillieren.

 
So 18 Oktober 2015 - 15h00
Musée d'Orsay
Auditorium niveau -2

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