George Barnard
City of Atlanta, N°2

City of Atlanta, N°2
George N. Barnard (1819-1902)
City of Atlanta, N°2
1866
Albuminabzug von trockenem Kollodium-Glasnegativ
H. 25,5; B. 35,7 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

City of Atlanta, N°2


Zwischen April 1861 und April 1865 wird in den Vereinigten Staaten der Sezessionskrieg ausgetragen. Er spaltet die bevölkerten, mächtigen Nordstaaten, in denen sich die Industrialisierung durchsetzt von den im wesentlichen agrarischen Südstaaten, die für die Plantagenwirtschaft aus Afrika eingeführte Sklaven einsetzen. Gleich zu Beginn des Kriegs begeben sich zahlreiche Fotografen an den Schauplatz.
George Barnard wird Ende Dezember 1863 in der topografischen Abteilung der Division des Mississippi eingesetzt. Er wird damit beauftragt, unter Leitung des Ingenieurs Orlando Poe dem Generalstab die zur Erstellung von Karten, Plänen und zur Durchführung von Operationen erforderlichen Elemente zu übermitteln. Er folgt den Truppen von General Sherman, die im September 1864 Atlanta einnehmen, anschließend in Richtung Savannah an der Ostküste aufbrechen und dann weiter nach Charleston, das im Februar 1865 in Brand gesetzt wird.

Nach dem Krieg fasst Barnard auf Anregung von Poe und Sherman den Entschluss, durch Subskription unter dem Titel Photographic Views of Sherman's Campaign ein Album mit einundsechzig Bildern herauszugeben. Die meisten Fotos, die während dieses Kriegs entstanden, zeigen die Grausamkeit des Konflikts und das Leid der Opfer. Barnard dagegen konzentriert sich fast ausschließlich auf verlassene Landschaften und Ruinen. Die Aufnahmen der Verteidigungsanlagen der Südstaatler entstanden im Augenblick des Kampfes. Die Bilder von der zerstörten Stadt Atlanta wurden allerdings erst 1866 aufgenommen. Barnard kehrt in der Tat zum Kriegsschauplatz zurück. Er braucht noch einige Fotos, um seine Bildserie ausgewogen zu gestalten.




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