Paco Durrio
Anthropomorphes Gefäß

Anthropomorphes Gefäß
Paco Durrio (1868-1940)
Anthropomorphes Gefäß
Zwischen 1900 und 1905
Steinzeug, emailliert
H. 37,8; B. 23,5 cm
© DR, RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / René-Gabriel Ojéda

Pot anthropomorphe [Anthropomorphes Gefäß]


Die menschliche Figur spielt im Werk Durrios eine entscheidende Rolle. Sie ist Ausdruck seiner Fragen zum Ursprung des Lebens, zum Tod, zur Stille. In diesem anthropomorphen Gefäss sind diese Themen alle anwesend. Das Objekt verbindet eine phallische Form mit einer Öffnung, die an ein weibliches Geschlecht erinnert. Die Figur in Embryostellung weist primitive Züge auf und scheint sich die Ohren zuzuhalten, als wolle sie sich auf der Suche nach dem Absoluten aus der sie umgebenden Welt zurückziehen.

Damals glaubte man, das Werk sei von Goya und Redon beeinflusst worden. Doch heutzutage denkt man vor allem an Gauguin. Dank der Aussage von Charles Morice weiß man nämlich, dass Durrio mit Gauguin zwischen 1893 und 1895, nach Rückkehr von seiner ersten Tahitireise, in Beziehung getreten ist. Es ist auch bekannt, dass er beim Verkauf des Atelierbestands 1895 mehrere Werke von Gauguin erworben hat. Objekte wie dieses meisterhaft gelungene Stück sind ein beredtes Zeugnis für die Ausstrahlung des Künstlers.




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