Aristide Maillol
Auf den Fersen sitzende Frau

Auf den Fersen sitzende Frau
Aristide Maillol (1861-1944)
Auf den Fersen sitzende Frau
Um 1900
Bronze
H. 19,5; W. 9,5 ; D. 13,8 cm
© ADAGP - RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Femme assise sur ses talons [Auf den Fersen sitzende Frau]


1895 wendet sich Maillol, der sich zuvor der Malerei, der Tapisserie und der Keramik gewidmet hatte, der Bildhauerei zu. Die Auf den Fersen sitzende Frau gehört zu seinen ersten Skulpturen, die er aus Ton angefertigt hatte. Exemplare aus Bronze wie dieses hier werden erst später gegossen.

Zu Beginn beschränkt sich Maillol auf kleinformatige Figuren. Erst nach einer Ausstellung bei dem Kunsthändler Ambroise Vollard im Jahr 1902 wagt er sich an größere Dimensionen wie Mittelmeer heran. Er hat den richtigen Weg eingeschlagen, seine Skulpturen, ganz gleich ob klein oder groß, bestechen durch ihre Monumentalität und ihre klassische Formensprache.
Diese ersten dreidimensionalen Studien zum weiblichen Körper lassen noch den Einfluss der vereinfachenden, reinen Kunst der Nabis erkennen. Sie künden auch die Rückkehr zu grundlegenden Werten [Retour à l'ordre] und die Tendenz zu glatten Oberflächen an, die nach Rodins zerklüfteten Formen um die Jahrhundertwende sehr beliebt waren.


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