Max Ernst. "Une semaine de bonté" - Die Originalcollagen

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Zeichnung
Alphonse d'EnneryIllustration aus Martyre (Original für Der Hof des Drachen 7)
Die Schöpfungsgeschichte in fünf Heften

Die 184 Collagen des Bilderromans Une semaine de bonté [Die weiße Woche. Ein Bilderbuch von Güte, Liebe und Menschlichkeit] sind 1933 während eines Aufenthalts von Max Ernst in Vigoleno (Norditalien) entstanden. Als Inspirationsquelle dienten dem Künstler Holzschnitte aus illustrierten populären Romanen, naturwissenschaftlichen Zeitschriften oder auch Verkaufskatalogen des 19. Jahrhunderts. Sorgfältig schneidet er Motive aus, die ihn interessieren und stellt sie neu zusammen. Seine Collagetechnik ist von beispielloser Perfektion. Ohne die Illustrationsvorlagen ist es schwierig, die von Max Ernst vorgenommenen Veränderungen auszumachen.
Durch exakte Verzahnung der Bildmotive schafft er visionäre Bildwelten, die eine bezwingende Suggestionskraft vermitteln, die das Verständnis und die Bedeutung der Wirklichkeit gleichermaßen hinterfragen.

Zeichnung
Max ErnstDer Hof des Drachen 7© Photo Peter Ertl. © ADAGP, Paris 2009
Nach La Femme 100 têtes [Die hundertköpfige/kopflose Frau] (1929) und Rêve d'une petite fille qui voulut entrer au Carmel [Traum eines Mädchens, das ins Karmelitenkloster eintreten wollte] (1930), handelt es sich bei der dem Band Die Weiße Woche. Ein Bilderbuch von Güte, Liebe und Menschlichkeit um den dritten Collageroman von Max Ernst. Ursprünglich wollte der Künstler einen aus sieben Heften bestehenden Roman veröffentlichen, die allesamt nach einzelnen Wochentagen benannt werden sollten. Die Wahl der Titel spielt auf die Schöpfungsgeschichte an. Der Titel geht aber ebenfalls auf die 1927 gegründete soziale Einrichtung „Die Woche der Güte“ zurück, die zur Förderung von Wohltätigkeitszwecken dienen sollte. Paris war mit Organisationsplakaten übersät, die an die Unterstützung der Bevölkerung appellieren sollten. Titel sowie wesentliche Elemente der Collagen gehen auf die Plakate zurück.

Zeichnung
Hefte von Die weiße Woche. Ein Bilderbuch von Güte, Liebe und Menschlichkeit© Photo Jürgen Pech
Der erhoffte Erfolg der ersten vier Teillieferungen blieb jedoch aus. Die verbleibenden drei „Tage“ wurden deshalb in einem Band zusammengefasst. Die Bände erschienen zwischen April und Dezember 1934 in verschiedenen Farben: Violett, grün, rot, blau und gelb. Bei der endgültigen Fassung wurden zwei Werke ausgelassen. Sie umfasst folglich nur 182 Collagen.

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