Musée d'Orsay: Das schwarze Modell von Gericault bis Matisse

Das schwarze Modell von Gericault bis Matisse

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Auf der Bühne

Félix NadarMaria von den Antillen© Musée d’Orsay, Dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt
Die Anwesenheit dunkelhäutiger Personen im Zirkus- und Variétémilieu ist ab Beginn des 19. Jahrhunderts Gang und Gäbe. Unter ihnen findet sich eine gewisse Anzahl von Künstlern, die aus den USA oder der Karibik stammen. Somit wurde Joseph, der von der Insel Santo Domingo stammte, von Géricault inmitten einer Akrobatentruppe in Paris entdeckt. Auch die Musikerin Maria Martinez aus Havanna, der Shakespeare-Schauspieler Ira Aldridge und der begnadete Pianist Blind Tom, beide Amerikaner, versuchten, in Frankreich oder Europa Karriere zu machen.

Diese Anziehungskraft, welche die Pariser Bühnen auf die Schwarzen von der anderen Seite des Atlantiks ausübten, ist gegen Ende des 19. Jahrhunderts, insbesondere im Zirkusmilieu, sehr ausgeprägt. Plakate und Presseartikel berichten über berühmte Amerikaner wie den kühnen Raubtierdompteur Delmonico und die Luftakrobatin Miss Lala, deren außerordentliche Darbietungen Degas zu einem Gemälde mit verblüffender Perspektive inspirieren. Ein anderes Register als jenes der sensationellen körperlichen Leistung wird vom Clown Rafael aus Havanna erforscht. Unter dem Bühnennamen Chocolat spielt er die Rolle des dummen August neben dem tyrannischen Weißclown Footit. Das Duo dient mehreren Werken von Toulouse-Lautrec, aber auch Reklamen, Spielzeug, Marionetten etc. als Vorbild Er wird von den Gebrüdern Lumière für die Universalausstellung von 1900 gefilmt.

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